Kuenstler
     

Karin Hueber, Stefan Roigk

Karin Hueber, Stefan Roigk

Karin Hueber, Stefan Roigk

BLACK OUT

Karin Hueber / Stefan Roigk

Eröffnung: Freitag, 7. September 2007, 19 Uhr
Dauer: 8. September bis 27. Oktober 2007

Die KUTTNER SIEBERT Galerie präsentiert in der Ausstellung BLACK OUT die Arbeiten von Karin Hueber und Stefan Roigk. In dem Zusammenspiel der beiden künstlerischen Positionen zeigt sich das gegenwärtige Verständnis einer Formensprache in Skulptur und Installation mit seinen deutlichen Referenzen zur Minimal Art der 60er und 70er Jahre. Beide Künstler bevorzugen jedoch in ihren Arbeiten schlichte, meist unbehandelte Materialien, die in ihrem Gebrauch und ihrer Verarbeitung zugleich eine Leichtigkeit und Instabilität suggerieren.

Karin Hueber arbeitet in ihren raumgreifenden Installationen zumeist ortsbezogen, wie unlängst in der Kunsthalle Basel gezeigten Ausstellung „Poor Thing“, in der sie Bezug nehmend auf die Grundrissfläche eine in den Proportionen transformierte Arbeit aus Stahl und Holz geschaffen hat. In ihrer ersten Ausstellung in Berlin paraphrasiert die schweizer Künstlerin den Eingangsbereich der Galerie und überträgt diese Struktur auf die Vertäfelung einer quer in den Raum gestellten Wand. Mit Blick auf deren Größe erscheint ihre Statik jedoch äußerst fragil. Neben der ortsspezifischen Arbeit zeigt Karin Hueber eine raumhohe Skulptur sich gegenseitig stützender Carbonstäbe. In ihrer eleganten Schlichtheit scheinen die einzelnen Stäbe objektgewordene Linien einer den Raum durch messenden Zeichnung zu sein.

In den Skulpturen des Berliner Künstlers Stefan Roigk finden sich häufig Andeutungen einer dekonstruktivistischen Formensprache. Allerdings ist es nicht seine vordergründige Absicht Raumlösungen zu schaffen, die im Kontext des Ortes Irritationen auszulösen vermögen. Stefan Roigks Installationen zeugen eher von einer bildhaften Qualität, die mit akustischen Klängen angereichert wird. Es sind zumeist kaum wahrnehmbare, nur schwer einzuordnende Töne, die seine Skulpturen klanglich unterlegen. In der Arbeit BLACK MURMUR sind es schwarze Kunstledermatten, die ineinander liegend über den Boden verteilt sind. Inmitten dieser Landschaft steht ein Holzobjekt, aus dem mehrere dieser Matten zu einer Bergformation aufragen. Klänge erhalten in den Arbeiten von Stefan Roigk räumliches Volumen und der Materialgebrauch unterstreicht die klanglichen Eigenschaften.

Nächste Messen:
PREVIEW BERLIN, 28. September bis 1. Oktober 2007 (www.previewberlin.de)
ZOO ART FAIR, London 12. bis 15. Oktober 2007 (www.zooartfair.com)