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Olaf Quantius - "Danaiden"
Eröffnung: Freitag 18. Juli 2003. 19
Uhr
Ausstellungsdauer: 19. Juli - 23. August 2003
Öffnungszeiten: Di-Sa 11-18 Uhr
Olaf Quantius irritiert den Betrachter mit seinen
malerischen Inszenierungen. In der Vielzahl der unterschiedlichsten
bildnerischen Elemente versucht das Auge amorphe Formen und gestische
Schriftzeichen, Farbspritzer und Verläufe zu gewohnt sinnstiftenden
Kompositionen zu ordnen.
Nicht selten übersteigern breite monochrome Streifen am oberen
und unteren Bildrand das extreme Querformat der Bilder. Auf allen
Bildern der ‚Danaiden’ drohen jeweils zwei bildnerische
Elemente in ihrer augenscheinlichen Bewegung zur Bildmitte, früher
oder später miteinander zu kollidieren. Diese eigenwilligen,
in ihrer Form gespiegelten Gebilde dominieren zunächst das
Bildgeschehen. In der Art ihrer malerischen Darstellung erinnern
sie entfernt an reale Objekte. Doch sofort zerstört die malerische
Abstraktion der Pinselspuren und Farbflecken im Randbereich der
Leinwand jegliche Assoziation an Gegenständlichkeit. Dazwischen,
im kompositorischen Zentrum des Bildes, wird die Leere mit wenigen
malerischen Eingriffen zu einem Spannungsfeld ungewöhnlicher
Intensität. Es ist das Resultat eines kalkulierten Umgangs
mit verschiedenen malerischen Techniken, deren Spuren den Prozess
ihrer Entstehung bewusst sichtbar lassen. So werden Farbspritzer
zu gewaltigen Eruptionen, lasierende Verwischungen zu Zeichen von
enormer Geschwindigkeit und pastose Flecken zu bedrohlichen Fremdkörpern.
Die Bilder der "Danaiden" erschließen
sich weniger als strikte Illustration der mythologischen Szene.
Die Geschichte der Danaiden, der 50 Töchter des sagenhaften
Königs Danaos, beschreibt deren frevelhafte Tat (in ihrer Hochzeitsnacht
erdolchten sie auf Geheiß des Vaters ihre Männer) und
ihre Verurteilung zu endlos dauernder, sinnloser Arbeit, dem Schöpfen
von Wasser in ein löchriges Fass. Vielmehr kann man den im
Titel gegebenen Verweis auf das mythologische Bild als eine Umschreibung
für das der Malerei Olaf Quantius’ zugrundeliegende existentielle
Kunst- und Lebensempfinden verstehen. In Hinblick auf den künstlerischen
Schaffensprozess entspricht die nicht endende Wiederholung des Wassernachfüllens
und seines neuerlichen Entrinnens, dem unersättlichen Begehren
nach Selbstvergewisserung, dem fortschrittslosem Fragen und Vorschlagen
in der Malerei. |


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