| Judith Schwinn
was bleibt
Eröffnung: Freitag 27. März
2009, 19 Uhr
28. März bis 25. April 2009
Di-Sa 11-18 Uhr
Was bleibt, die erste Einzelausstellung
von Judith Schwinn in der KUTTNER SIEBERT Galerie, ist das enge Zusammenspiel von
Zeichnungen und Objekten. Der nahezu seismografische Strich der
Zeichnungen verrät ihre überaus konzentrierte und tastende
Herangehensweise an das allmählich Gestalt annehmende Motiv.
Die ausführende Hand scheint dabei die kaum wahrnehmbare Unruhe
innerer Gefühle in lesbare Formen umsetzen zu wollen. Das
Motiv bleibt jedoch vage, manchmal mehr als auf anderen Blättern
mit einem deutlichen Bezug zur Objektwelt, manchmal abstrakt bis
an die Grenze zur Gegenstandslosigkeit. Überschritten allerdings
wird sie selten. Judith Schwinn spielt vielmehr mit dieser Grenze
und lotet den Schwebezustand auf inhaltlicher und formaler Ebene
aus. Ihre Experimentierfreudigkeit führt sie immer wieder
zu neuen Verarbeitungsmöglichkeiten und Materialkombinationen.
Deutlich wird dies auch in ihren Objekten, die aus gefundenen Materialien
unterschiedlichster Herkunft, fragile und äußert grazile
Formen beschreiben und gerade durch ihrer Anfälligkeit das
kritische Kippmoment zwischen Repräsentation und Abstraktion
zum Ausdruck bringen. Judith Schwinns Arbeiten sind Material und
Thema, Inhalt und Form zugleich. Was bleibt versteht sich dementsprechend
wie ein innerer Monolog und eine permanente Selbstprüfung.
Judith Schwinn, geboren 1976, 1998-2004
Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste
Karlsruhe, 2004 Meisterschülerin
bei Prof. Helmut Dorner, lebt und arbeitet in Berlin.
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