Ina Bierstedt
- Malerei
Eröffnung: Samstag, 14. Februar 2004, 19
Uhr
Ausstellungsdauer: 17. Februar bis 20. März 2004
In der Betrachtung der Malerei von Ina Bierstedt richtet sich das
Augenmerk zunächst auf die vermeintlich sinnstiftenden Gegenstände.
Auf den ersten Blick scheinen sie in eine landschaftliche Darstellung
eingebettet. Doch bei genauerem Hinsehen irritiert die malerische
Ausführung - das wechselhafte Spiel zwischen Abstraktion und
Gegenständlichkeit - zunehmend. Denn zweifelsfreie Sicherheit,
ob wir tatsächlich eine landschaftliche Darstellung vor uns
sehen, gibt es nicht. Zu fehlerhaft bleibt die Inszenierung, zu
fragmentarisch der Inhalt.
Beizeiten verhalten sich die in ihrer Größe unscheinbaren
Details im Bild, so unvermittelt wie sie auftauchen, wie bruchstückhafte
Erinnerungen im undurchdringlichen Nebel verschwommener Gedanken.
Und ähnlich wie diese, lassen sie sich kaum fixieren, sondern
verschmelzen neuerlich mit dem Hintergrund. Zumal die gegenständlichen
Elemente nicht selten verschweigen, was sie überhaupt darstellen,
bedeuten auch sie keine große Hilfe für das verwirrte
Auge des Betrachters. Doch genau hierin liegt der Reiz und die besondere
Qualität der Arbeiten von Ina Bierstedt: mittels spannungsreicher
Bezüge zwischen Vorder- und Hintergrund Bildräume zu schaffen,
die einem zweiten Blick nicht standhalten, und inhaltliche Bezüge
anzudeuten, die sich sodann in Frage stellen. Die Künstlerin
sucht erst im Prozess des Malens nach der endgültigen Form
des Bildes. Davon zeugen sichtbare Übermalungen, Eingriffe
in die ursprünglich kompositorische Idee. Ina Bierstedt gelingt
es, mit jeder neu angelegten Schicht, die malerische Intensität
des Bildes zu steigern.
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