Dunja Evers
Eröffnung: Freitag, 3. November 2006,
19 Uhr
Ausstellungsdauer: 4. November bis 22. Dezember 2006
Öffnungszeiten: Di-Sa 12-19 Uhr
In ihrer zweiten Einzelausstellung in der KUTTNER
SIEBERT Galerie zeigt die Düsseldorfer Künstlerin Dunja
Evers neue Fotoarbeiten mit Motiven aus Boxkämpfen. Sowohl
das Motiv als auch die Art und Weise seiner künstlerischen
Verfremdung zeugen von emotionaler Intensität. So ist es zunächst
die nahezu leuchtend rote Oberfläche der Fotoarbeiten, die
physiologische Reaktionen im Sinne einer reizintensiven Erregung
beim Betrachter auszulösen vermag. Auf der inhaltlichen Ebene
ist es das Sujet als solches, das zugleich begeistert und abstößt.
In den Arbeiten von Dunja Evers lösen sich die Konturen des
Dargestellten auf und auf einigen Bildern verschmelzen die boxenden
Kontrahenten zu einem massiven Gebilde.
Die Abstraktion des Dargestellten resultiert
aus dem für die Künstlerin typischen Verfahren: Dunja
Evers fotografiert mit langen Belichtungszeiten Bildfolgen projizierter
Super-Acht-Filme, so dass sich eine Vielzahl einzelner Filmbilder
mit ihrer Bewegungsspur auf einer Fotografie überlagern. Das
farblich auf Magentatöne reduzierte Erscheinungsbild der Fotografien
ist die Folge des Verfallsprozesses des ursprünglichen Filmmaterials,
wenn sich das chromogene Verfahren infolge chemischer Instabilität
allmählich verändert. Ein schnelles Erkennen des Abgebildeten
wird nahezu unmöglich, doch entscheidend ist weniger der Rückbezug
auf die konkrete Gestalt des Motivs als vielmehr die Vermittlung
einer assoziativen und emotional subjektiven Stimmung.
Arbeiten von Dunja Evers sind bis zum 22.
Dezember 2006 in der Ausstellung "Out of the Camera –
Analoge Fotografie im Digitalen Zeitalter“ im Kunstverein
Bielefeld sowie bis zum 11. März 2007 in der Ausstellung „Bewegung
im Quadrat - Das Quadrat in Malerei, Kinetischer Kunst und Animation"
im Museum Ritter zu sehen.
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