| Terry Haggerty
Eröffnung: 2. Mai 2008, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 3. Mai bis 14. Juni 2008
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 12 bis 19 Uhr
Die Galerie ist zudem am
Sonntag, 4. Mai von 12 bis 19 Uhr geöffnet!
Die KUTTNER SIEBERT Galerie
zeigt ihre mittlerweile zweite Einzelausstellung mit neuen Arbeiten
des in New York lebenden Künstlers Terry Haggerty. Haggertys Malerei lebt von der dichten
Mischung gleichzeitiger Affirmation und Distanz. Deren optische
Beschaffenheit ist extrem präzise und kühl und erweckt
den Eindruck einer nahezu maschinellen Perfektion, zumal jeglicher
malerischer Duktus unter mehreren Schichten Firniss verschleiert
wird. Hinzu kommt die schlichte planimetrische Struktur der Darstellung über
weite Strecken parallel verlaufender Linien, die abrupt Kurven
beschreiben und somit Plastizität suggerieren. Ist es zunächst
nur ein ungläubiges Staunen des Betrachters vor dieser malerischen
Präzision, so entfaltet sich allmählich eine visuelle
Wirkung, der zu entziehen ihm nicht länger gelingt. In seinen
neuen Arbeiten entfaltet sich eine bis dahin unbekannte, sich über
die gesamte Bildfläche ausdehnende Dynamik, die einen überaus
schnellen Wechsel in der Wahrnehmung der Formen erwirkt. Das perzeptuelle
Vermögen des Betrachters wird gefordert, in Bruchteilen von
Augenblicken verschiedene Möglichkeiten der Wahrnehmung voneinander
zu trennen. Dieser kalkulierte Grenzgang der Wirkung ist jedoch
nicht statisch, so dass die selektiv-subjektive Bestandsaufnahme
der Bilder im selben Moment in Zweifel gezogen wird und ihre neuerliche Überprüfung
erzwungen wird.
Erst kürzlich endete Terry Haggertys Ausstellung im Hammer
Museum in Los Angeles, in der er die Prinzipien seiner Malerei
in wandfüllenden Installationen zur Schau stellte.
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