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YORK DER KNOEFEL
"WYSIWYG 2007 "
Eröffnung: Freitag, 27. April 2007, 19
Uhr
Ausstellungsdauer: 28. April bis 16. Juni 2007
Sonderöffnungszeiten vom 28. - 30. April
2007 von 12 - 19 Uhr
In seiner neuen künstlerischen Arbeit benutzt Knoefel nicht
wie gewohnt das Medium Video, sondern die Mittel der Malerei. WYSIWYG
sind konstruierte Farbwelten, die – nicht zuletzt ihrer Größe
wegen – überwältigend auf den Betrachter einströmen.
Es ist die Vielzahl der farbigen Schichten, die im Über- und
Ineinander das Auge visuell attackieren. Die Malerei von Knoefel
verweist nicht auf einen Sinn außerhalb ihrer selbst. Sie
ist weder Darstellung von etwas, noch Bedeutungsträger für
etwas. Die Auseinandersetzung mit den Bildern ist ein permanentes
Abtasten ihrer Oberfläche, ein sprunghaftes Erkunden der malerischen
Details und ihrer Materialität. Insbesondere in der dichten
Hängung der großformatigen Leinwände und dem damit
einhergehenden Zuviel an Informationen erfährt die Betrachtung
eine nahezu physische Qualität, der zu entgehen lediglich
der selektive Blick auf malerische Einzelheiten hilft.
Knoefel arbeitet in verschiedenen Medien: Fotografie und Video,
Installation und eben in der Malerei. Er lässt sich schwerlich
kategorisieren, obwohl eine innere Logik und Konsequenz seine künstlerische
Arbeit über die Jahre hinweg durchzieht. Kunst, so äußert
Knoefel in einem Interview, wandelt sich permanent in ihrer Form
und ihren Ausdrucksmitteln über Generationen hinweg mit letztlich
den immergleichen, zentralen Themen. Im künstlerischen Kosmos
von Knoefel lässt sich dieser Wandel en miniature beobachten.
Selten ist es seine Absicht, eine Geschichte zu erzählen,
weder in seinen Videoinstallation wie zum Beispiel „Thoughts“ (1996),
noch in denen der dokumentierenden Fotografie nahen Installationen
wie zum Beispiel „Schlachthaus Berlin“ (1986-88). Wichtig
ist ihm aber immer die räumliche Erfahrung seiner Installationen.
Die Malerei von Knoefel verrät keinen individuellen Duktus
im Gebrauch des Pinsels, keinen gestischen Ausdruck. Knoefel konstruiert
seine Bildräume fast mechanisch. Diese übereinander lagernden
Farbschichten erinnern an die aus den 60er Jahren bekannte Décollage
großer Billboards; man möchte die einzelnen Schichten
peu á peu wieder entfernen, um andere Farbflächen hervorzuholen.
Diese Bilder sind bis ins kleinste Detail konstruierte, ausformulierte
Räume. In den Bildern von Knoefel ist nichts dem Zufall überlassen;
jede Farbfläche geht mit den benachbarten eine neue Korrelation
ein, bildet einen neuen Raum und erweitert durch das Auge des Betrachters
das individuelle Farb- und Raumerlebnis. Für Knoefel ist das
Fantastische an der Malerei die Aufhebung der Gravitation der Gesetzmäßigkeit
und die daraus folgende Selbstbestimmung von Raum und Zeit.
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