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GREGOR
SCHMOLL
My Life as Monsieur Surrealist
Eröffnung: Freitag,
27. Mai 2005, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 28. Mai bis 25. Juni 2005
Gregor Schmoll schafft
fotografische Inszenierungen seiner Selbst. Dabei will er keinesfalls
als Fotograf verstanden werden. Anders als in einer vorgelebten
Ich-Kunst, die von einer neurotischen Prädisposition des Künstlers abhängig
sein mag, verfolgt die ästhetische Strategie dieser Arbeit,
über die Rolle des personifizierten Surrealisten, fotografische
Bildmechanismen spielerisch zur Schau zu stellen. Der Surrealismus
dient ihm in diesem Fall lediglich als Vehikel. Er schafft dabei
überaus poetische Werke, die ein hohes Maß an reflexiver
und bildkritischer Wirkung besitzen. In seinen frühen, zusammen
mit der Künstlerin Rosa Brueckl geschaffenen Arbeiten, ist
es die Anordnung und die Nachahmung von Gesten und Posen, die vielschichtige
Bezüge zu kunsthistorischen Werken und zu tradierten Darstellungen
von Weiblichkeit und Männlichkeit offenbaren. Die Pose spielt
noch immer eine gewichtige Rolle im Werk von Gregor Schmoll. Er
inszeniert sich in der adaptierten Darstellungsweise unterschiedlicher
Kunstfiguren, die in ihrer Überzeichnung nicht selten die Grenze
zur Posse überschreiten. Gregor Schmoll stellt keine Behauptungen
auf, er reproduziert lediglich. Seine raumgreifende Inszenierungen
setzen sich aus einer Vielzahl formaler und inhaltlicher Zitate
zusammen, die in ihrer Neuordnung, die Brüchigkeit einer rezeptionsästhetischen
Analyse offen legen. Gregor Schmoll ironisiert – mit feierlichem
Ernst. „Das bin ich, erfolgreich, gut angezogen und wohl anzuschauen“
(Bazon Brock).
Im Rahmen der Ausstellung erscheint ein
Text von Jennifer Blauvelt, Schriftstellerin und Musikerin aus New
York. Am 23. Juni 2005 findet in der Kuttner Siebert Galerie ein
Konzert der New Yorker Thereministin Dorit Chrysler (www.doritchrysler.com)
statt. Auf ihrer aktuellen CD finden sich Kompositionen zu ausgewählten
Bildern der Ausstellung von Gregor Schmoll.
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