|
GREGOR
SCHMOLL
Bamboozle - Two Sequels from the Iterim
Eröffnung: Freitag, 2. Februar 2007, 19
Uhr
Ausstellungsdauer: 3. Februar bis 10. März 2007
Die Ausstellung „Bamboozle – Two Sequels of the Interim“ ist
die augenblickliche Bestandsaufnahme einer stetig anwachsenden
Serie zweier konzeptioneller Arbeiten. Gregor Schmoll führt
in ihnen das weiter, was er bereits vor Jahren begann: die Konstruktion
einer Realität, die sich weder im virtuellen noch im künstlerischen
verorten lässt. Die Arbeiten Schmolls sind Artefakte, die
nicht aus sich selbst heraus existieren können und dennoch
fern ihrer medialen Vorlagen ein Eigenleben beginnen. Beizeiten
sind es lediglich die Titel seiner Polaroids („Canaletto“, „Manet“),die
deren bildhafte Vorlagen im klassischen Tafelbild erahnen lassen
und auch in der Umsetzung abstrakter Vorbilder („Buren“)
eine ironische Haltung andeuten. Von feierlichem Ernst zeugt dagegen
die Präsentation im Echtgoldrahmen der seit mittlerweile zehn
Jahren gefertigten Polaroids. In ihrer Inszenierung und ihrem übergreifenden
Titel „Aus der Privatsammlung“ unterstreichen sie den
selbst im persönlichen Blick wirksamen Einfluss eines immer
präsenten Bilderkanons. Das Resultat ist die Balance aus einer
Entmystifizierung klassischer bildhafter Vorlagen und der naturgemäß persönlich
gefärbten Interpretation durch den Blick des Künstlers.
Weiterer Bestandteil der Ausstellung neben den Polaroids ist eine
Bar im improvisiert, exotischen Schick der 50er Jahre. Von performativem
Charakter ist die „Brasil-Bar“ für die Dauer der
Eröffnung, deren Fortleben lediglich in der fotografischen
Dokumentation der an bisher unterschiedlichen Orten (PS1, New York;
Shedhalle, Zürich) situierten Installation gesichert wird.
Weniger die Darstellung der Handlung an der Bar als vielmehr die
Rahmenbedingungen und der Prozess der Wiederholung rücken
die Installation in einen konzeptuellen Rahmen, der mit Zeichnungen
und Briefen narrativ erweitert wird.
|

 |