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GREGOR
SCHMOLL
Vexations
Eröffnung: Freitag, 16. Januar 2009, 19
Uhr
Ausstellungsdauer: 17. Januar bis 14. Februar 2009
Die Serie „Vexations“ von Gregor Schmoll ist eine
Auseinandersetzung mit der Ästhetisierung von Objekten und
ihren Oberflächen. Sie besteht aus Photographien von Blumen,
aus feinstem Biskuitporzellan gefertigten Vasen, deren Formen sich
aus dem durch Grimassen verzerrten Profil des Künstlers generieren,
und den photographischen Abbildern dieser Vexiervasen. Ergänzt
wird der Zyklus durch eine Reihe von kleinen Selbstportraits in
der Art medizinischer Studienaufnahmen von Hysteriepatienten im
neunzehnten Jahrhundert.
In der singulären Betrachtung einzelner Bestandteile werden
bildhafte Vorlagen offensichtlich, deren Evidenz jedoch im Zusammenspiel
mit den jeweils anderen Elementen gebrochen und deren semantischer
Gehalt unterwandert wird. Die fotografischen Abbildungen der Pflanzen,
meist fokussiert auf deren Blüten und Kelche und in der Inszenierung
ihres erotischen Gehalts den bildhaften Vorlagen von Robert Mapplethorpe
oder Eduard Weston ähnlich, stehen hier in Kombination mit
Vexiervasen. Der Blick auf die Vasen mit ihrer samtigen, matten
Oberfläche wird durch das plötzliche Hervorspringen der
konturierten Fratzen harsch getrübt und lassen unweigerlich
an die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt denken.
Im Nebeneinander der Vasen, Blumen und Portraits findet Abstraktion
im Sinne von Verwandlung einer christlich abendländischen
Kulturrezeption und in der Dekonstruktion des eigenen Abbildes
statt.
Für die Fertigung seiner Vasen konnte der Künstler die
renommierte Porzellanmanufaktur Augarten Wien gewinnen, den idealen
Partner mit einer nahezu 300 jährigen Erfahrung auf dem Gebiet
einzigartiger Handwerkskunst. Die Ausstellung "Vexations" ist
die mittlerweile dritte Einzelausstellung von Gregor Schmoll in
der KUTTNER SIEBERT Galerie.

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